Montag, 13. April 2009

Chaos-Trip durch Andalusien

Also hier wie besprochen eine kurze Zusammenfassung meiner Woche mit Jassi in Andalusien.
Tag 1: Die Anreise
Am Mittwoch den 01. April startete ich meine Tour nach Andalusien. Um 14 Uhr verließen wir pünktlich Madrid Richtung Granada. Es gibt hier in Madrid einen riesigen Busbahnhof, von wo aus man in alle möglichen Städte innerhalb Spaniens reisen kann. Das Ganze ist mit 29 Euro für Hin und Zurück auch noch recht preisgünstig.
Nach 5 Stunden Busfahrt kam ich auch in Granada an, wo Jassi schon auf mich wartete (Jassi studiert mit mir Tourismus in Heilbronn und momentan studiert sie in Granada). Wir verbrachten einen sehr netten und lustigen Abend in einigen Tapasbars von Granada.

Tag 2: Granada und Flamenco-Show
Am nächsten Tag schauten wir uns ein bisschen Granada an. Wir spazierten zur Alhambra und genossen die Sonne. Um sie anzuschauen muss man aber momentan Wochen im Voraus reservieren und daher ging das leider nicht. Es war ein sehr entspannter Tag. Abends hatten wir einen Tisch reserviert für ein Restaurant, wo man beim Essen eine Flamenco-Show zu sehen bekommt. Dieses Restaurant befindet sich allerdings in Albaicín, der Altstadt Granadas, was vergleichbar ist mit einem Labyrinth aus lauter Gassen. Nach ewigem Suchen und mit Verspätung fanden wir es aber doch noch. Die Flamenco-Darbietung war wirklich toll und hat und das Essen sehr lecker.

Tag 3.
Vamos a Malaga – äh Cordoba oder: Ey man wo ist mein Auto?????????????
So heute sollte es also losgehen mit unserer ersten Etappe Malaga „para tomar el sol“ versteht sich. Nach dem wir etwas später als geplant zum Auto liefen, stellte Jassi irgendwann kreidebleich fest: Mein Auto ist weg!!! Geschockt undbesorgt machten wir uns auf den Weg zur nächsten Touristeninfo und fragten nach. Es stellte sich heraus dass Jassi auf einem Behindertenparkplatz geparkt hatte und deshalb abgeschleppt wurde. Die nächsten 3 Stunden verbrachten wir damit das Auto zu finden. Als wir es endlich gefunden hatten, machten wir uns auf den Weg.
Nach ca. 2 ½ Stunden stellten wir fest, dass das Navi uns in die ganz falsche Richtung geschickt hatte und entschieden uns spontan dazu, die Route umzuplanen und nach Cordoba zu fahren. In Cordoba angekommen brauchten wir über eine halbe h um einen Parkplatz gefunden. Als dieses geschafft war sah ich die nächste böse Überraschung: Meine Tasche mit Handy, Kosmetik und so weiter wurde in Granada in Jassis Wohnung vergessen!! Oh No. Nachdem die nötigste Mascara wieder eingekauft wurde, suchten wir uns ein Hostal. Aufgrund der Osterwoche ist das in Andalusien etwas schwierig, da die Städte überlaufen sind von Touristen. Doch wir fanden eines und machten uns auf die Suche nach einer Tapasbar. Die erste war wirklich ein Reinfall, da das Essen einfach nur eklig war. Doch 2 nette Spanierinnen zeigten uns den Weg zu 2 anderen netten Tapasbars. Der Abend war lustig bis Jassi und ich uns aufgrund eines dummen Missverständnisses verloren haben. Die ganze Nacht verbrachte ich damit das Hostal zu finden (ohne Handy, Schlüssel, Peilung wie das Hotel oder die Straße heisst) und Jassi damit vor der Türe des Hostals auf mich zu warten! Es war für uns beide eine schreckliche Nacht die wir glaube ich beide nicht so schnell vergessen werden.

Tag 4.: Das Wiedersehen und die Fahrt nach Sevilla!
Gegen 11 Uhr morgens traf ich also nach langem Suchen bei Jassi im Hostal ein. Nach einer tränenreichen Stunde und vielen Erklärungen und Erzählungen, checkten wir aus und gingen etwa Essen. Der Tag war etwas unschön, da wir beide etwas mitgenommen waren von der letzten Nacht und wir auch noch feststellen mussten, dass bei dem Durcheinander in der Bar Jassis Lieblingsjacke verloren gegangen war. Gegen Abend machten wir uns auf den Weg nach Sevilla.
Dort fanden wir ein 8-Bett-Zimmer in einem Backpacker-Hostal, checkten ein und gingen los um uns Sevilla bei Nach mal etwas genauer anzuschauen.
Wie so oft nahmen wir uns vor bloß etwas Essen zu gehen , doch wie immer waren wir auch diese Nacht so lange in den Bars, bis diese geschlossen wurden.

Tag 5:
Sevilla im Ausnahmezustand.
Wir kamen etwas später los als geplant, weil es doch seine Zeit dauert bis 8 Leute sich in einem Bad fertig gemacht haben. Für diesen Tag hatten wir uns einiges vorgenommen und ich war schon sehr gespannt auf Sevilla. Doch leider hatten wir bei unserer Planung die Macht der Semana Santa vergessen. Man kam nur sehr schleppend vorwärts da die ganze Stadt voll war mit Leuten. Alle Sehenswürdigkeiten die wir uns anschauen wollten waren entweder gesperrt oder so voll, dass man stundenlang anstehen musste. Heute war der offizielle Beginn von Semana Sante mit Prozessionen, vielen Ständen und Tausenden von Spaniern, die rausgeputzt waren als gingen sie auf eine Hochzeit.
Sevilla hat mir sehr gut gefallen und ich fand es sehr schade, dass wir nichts anschauen konnte. Hier werde ich auf jeden Fall noch einmal hinfahren.
Gegen Nachmittag fuhren wir dann weiter nach Malaga. Natürlich mussten wir auch hier außerhalb parken und dann mim Taxi ans Zentrum fahren, weil die Stadt im Ausnahmezustand war und die Straßen gesperrt. Auch hier waren den ganzen Abend Prozessionen auf den Straßen. Wir fanden hier auch gleich ein super Hostal und verbrachten den Abend mal wieder in einigen netten Bars.

Tag 6:
Malaga die Nebelstadt und Granada – die Flucht vor Semana Santa.
Die Nacht war sehr kurz, denn als wir gegen halb 4 nach Hause kamen führten wir noch sehr interessante Gespräche bis der Nachbar an der Tür hämmerte – also gingen wir gegen halb 6 dann doch schlafen. Um 10 ging der Wecker. Heute wollen wir die Burg von Malaga anschauen und danach an den Strand liegen um uns zu sonnen. Leider mussten wir nach einem gemütlichen Frühstück feststellen, dass die Burg geschlossen war und machten uns auf den Weg zum Strand. Doch auch hier hatten wir etwas Pech, denn über Malaga (vor allem in der Gegend entlang des Meeres) hing ein tiefer Nebel. Wie mieteten uns 2 Liegen und wollten uns trotzdem sonnen, da es viele Leute am Strand gab, die sich im Bikini sonnten und sogar ins Wasser gingen. Nach wenigen Minuten allerdings zogen wir uns wieder an, weil es eindeutig zu kalt war für Bikini. Nachdem wir uns auf den Liegen ausgeruht hatten, gingen wir zurück zum Hotel, holten unsere Koffer und fuhren weiter nach Granada, wo wir den letzten Abend verbringen wollten.
Auch hier in Malaga war die Semana Santa im vollen Gange und der Weg zu unserer Lieblings-Tapas-Bar wurde uns sehr erschwert. Immer wieder wurde uns der Weg von irgendwelchen Prozessionen versperrt. Doch nach dieser Verfolgungsjagd fanden wir einen Weg in die Bar und hatten noch einen sehr lustigen Abend, der mit Bier und Döner bei Jassi in der Küche endete.

Alles in allem war es ein sehr lustiger und netter Trip von dem wir wussten dass es chaotisch werden würde. Und wir wissen schon jetzt dass es eine Fortsetzung in Madrid geben wird.

1 Kommentar:

  1. War ja klar, dass das was gibt wenn Chaosqueen No.1 und No.2 gmeeinsam Urlaub machen :-D
    Liebe Gruesse aus dem fernen Quito

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